Tuesday, April 14, 2015

INDONESIEN - DIE GILIS





Unsere letzten eineinhalb Wochen auf den drei Gilis waren geprägt von ausgiebigen Sonnenstunden, gutem Essen, so einigen Kokusnüssen, intensiven Gesprächsrunden und vielen Schnorchelgängen.
Insgesamt traf ich beim schnorcheln auf drei Schildkröten. Jipiiiiiii. Es war so beeindruckend diese Tiere in ihrem gewohnten Lebensraum zu beobachten! Ein wirklich einmaliges Erlebnis. 
Auf Gili T scheiterten wir mit dem Versuch feiern zu gehen, auf Gili Meno trafen wir dann Swantje, eine gute Freundin, die wir in Myanmar kennenlernten und auf Gili Air sahen wir Freunde aus Frankfurt wieder, die momentan auch unterwegs sind. Die dekadente Jugend von heute trifft sich halt nicht mehr im Park, sondern auf Inseln in Indonesien. Tsetse... :)

Wir hatten sehr viel Spaß gemeinsam und wir genossen unsere letzten Tage in Südostasien.
Ich bekomme Panik, wenn ich daran denke, dass Straßenstände, Märkte, günstiges Super leckeres Essen, Sonne und exotische Früchte bald der Vergangenheit angehören. Wie konnten fünf Monate so schnell vorbei gehen?! 

Gerade jetzt befinden wir uns ins Denpasar auf Bali, denn in zwei Tagen fliegen wir von hier nach Bangkok. Dort heißt es, binnen zwei Tagen Powershopping zu erledigen, um alle "das-kaufe-ich-dann-am-Ende" Einkäufe abhaken zu können. Ohja, das wird stressig.

Von Bangkok aus werden wir dann nach Amman, Jordanien fliegen. 

Bevor wir uns von Deutschland verabschiedeten, hieß unsere eigentliche Reiseroute, von Indonesien aus nach Australien zu fliegen. Wenn man schon mal da ist, warum nicht? Zum einen ist uns Australien jedoch viel zu teuer (wenn ich von Backpackern höre, was sie für ein Dormbett bezahlen oder schlicht und weg für ein Kilo Tomaten, dreht sich bei mir alles) Wenn wir dort reisen wollen würden, müssten wir arbeiten und so viel Zeit haben wir leider nicht mehr. Noch dazu bräuchten wir dann nochmal Zeit um das riesige Land in Ruhe zu erkunden. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als sich beim Reisen zu hetzen. Zeit und Geld passt also nicht. Zum anderen ist es uns als letztes Ziel doch irgendwie zu "langweilig". Wir starteten in einem außergewöhnlichen Land und wollen sie so auch beenden.

Wir überlegten dann ein wenig rum und suchten nach Länder, die auf dem Weg nach Hause liegen, nicht zuuu teuer sind und die nah bei einander liegen, um nicht nochmal fliegen zu müssen. In Laos haben wir sehr nette Israelis kennen gelernt, woraufhin das Interesse an diesem Land wuchs und wir hörten gute Dinge von Jordanien. Irgendwie kam das eine dann zum anderen und auf einmal hatten wir zwei Flugtickets von Bangkok aus nach Amman. 

Ich bin seeeeehr gespannt, was und dort erwarten wird!

Bis in einer Woche im mittleren Osten!

Rosanna xx





Gili T
















Gili Meno








Erster richtiger Kaffee nach Monaten! Soooo yummy



Flirtversuch eines Indonesen





Gili Air


Friday, April 3, 2015

INDONESIEN - MOUNT BROMO / MOUNT IJEN



Nach einem ganzen Tag im Minibus kamen wir endlich abends gegen 20 Uhr am Mount Bromo an. Ziemlich geschafft vom Transportweg (ja, mal wieder) fielen wir dann auch schon in unser Bett, denn am nächsten Tag klingelte der Wecker pünktlich um 3:30, damit wir den Sonnenaufgang auf dem Vulkan anschauen können.
Ohne gebuchte Jeep Tour, für die alle anderen geblecht haben, gingen wir also um 4 Uhr früh ausm Haus und irrten mit meiner Stienlampe durch die Gegend auf der Suche nach diesem verdammten Vulkan. Ich vertraue nie wieder Reiseführern, die irgendetwas über einfache Wege schreiben. Aufsteigender Nebel machte die ganze Aktion noch schwieriger, aber Gott sei dank kamen uns zwei Motorradfahrer entgegen, die uns freundlicherweise heil und sicher für ein paar Euro zum Vulkan fuhren. Ich versichere euch, dass wir da ansonsten immernoch rumirren würden.
Vom Fuße des Berges aus führte noch ein 30 minütiger Aufstieg bis zum Krater. Oben angekommen, waren wir einfach nur sprachlos. Nicht nur der aktive Vulkan ist beeindruckend, sondern irgendwie auch die ganze Stimmung: der Sonnenaufgang, die Wolken, die Berge...noch dazu waren wir fast alleine dort. All die anderen Touristen quetschten sich gerade am Viewpoint aneinander und kuschelten unfreiwillig, während wir entspannt die Stille genießen konnten, die wir sonst an überfüllten Orten so vermissen. 
Man ist zwar so früh morgens immer muffelig, müde und, wenn man den Weg nicht findet, gereizt, aber mit einem Blick über die hügelige Langschaft, hinter der die Sonne aufgeht, macht die Natur alles wieder wett.















Die Mount Bromo Mütze wurde noch am Vortag von gut argumentierenden Business Boys ergattert. 10 Grad sind aber auch kalt für uns!


Selfie-Queens <3







Um 7 Uhr trudelten dann die ersten Touristen ein, die vom Viewpoint aus zum Mount Bromo spurteten, um eine der ersten zu sein. Ha, dabei haben sie den schönsten Sonnenaufgang bereits verpasst. Wir entschieden uns dann dazu, den Vulkan wieder herabzusteigen und die anderen Touris unter sich zu lassen, denn pünktlich um 7:30 wurde das Frühstücksbüffet eröffnet. Also nichts wie heim!
Nach indonesischer Suppe, Reis, Nudeln, Toast, Obst und einem gerade so erträglichen Kaffee ging unsere Reise auch schon weiter, denn wir fuhren von Mount Bromo aus direkt zum Mount Ijen.

Zwei minivans und 12 Stunden später kamen wir am Mount Ijen an, fielen wieder ohne Abendessen ins Bett und wurden um 1 Uhr morgens nach 5 Stunden Powerschlaf aufgeweckt. Auf das, was uns dann erwartete, waren wir nicht vorbereitet. Wir mussten einfach 2 Stunden durch die kalte Nacht einen dunklen, steilen Weg hinaufmarschieren, wurden von unserem Guide alleine gelassen, auf den ich immernoch leichten Hass habe, nur um oben auf dem Vulkan anzukommen und zu merken, dass man nochmal eine Stunde den Krater hinablaufen musste, um dem so gehypten "Blue Fire" näherzukommen. Ich weiß, das klingt jetzt alles ziemlich negativ, dabei war es wirklich beeindruckend nicht nur den Krater, sondern auch den aufsteigenden Schwefel und die Arbeiter zu beobachten, die rund 80kg Schwefel 8 km weit auf ihren Rücken tragen. (Von denen habe ich leider kein Bild, weil sie im Gegenzug Geld verlangten. Ja so läuft das Business hier!) Dennoch hinterließ die Tour einen kleinen bitteren Nachgeschmack, den die Natur diesmal nur leicht wieder wett gemacht hat.

Mount Ijen










Die Gasmaske, die ich trage, wurde uns zwar in der Tour anfangs versprochen, jedoch mussten wir, weil unser Guide sich lieber um eine Chinesin kümmern wollte, unsere hart erkämpfen. Die Schwefelgase hätte ich nicht direkt einatmen wollen!


Unsere Begeisterung hält sich wirklich in Grenzen. Aber Standart-Touri-Foto musste trotzdem sein.







Um den ganzen Vulkan Tour-Stress den krönenden Abschluss zu geben, fuhren wir am gleichen Tag noch von Java aus nach Bali. Wir wollten so schnellst wie möglich an den Strand. Die letzten Tage nagten an unseren Kräften. Sie waren eindeutig geprägt von vielen Wanderungen, wenig Schlaf und wenig Essen. Ich hörte auf zu zählen, in wie vielen verschiedenen Transportmitteln wir dann noch fuhren, aber nach noch einem Platten kamen wir (es war schon dunkel) endlich in Bingin, einem Strandort im Süden von Bali an.

Hier ist es traumhaft! Bilder folgen.

Mit viel Liebe auf ganz bald,

Rosanna xxx