Saturday, December 20, 2014

MYANMAR - BAGAN/MANDALAY/HSIPAW




Unsere letzte Woche in Myanmar verbrachten wir nördlich des Landes. 

Bagan, eine Jahrhundert alte Tempellandschaft, die in jedem Reiseführer als Must-Seen rot markiert ist, war nach dem Inle Lake unser nächstes Ziel.
Nachdem wir ein Guest House für 15$ die Nacht gefunden haben, dass mehr oder weniger bewohnbar ist, mieteten wir uns einen Scooter, um den Tag Tempelanlagen und Sonnenauf-und Untergängen zu widmen. 
Als wir um 5 Uhr morgens dann leicht unsicher auf unserem Scooter durch die dunklen Straßen fuhren, Amelie mutig am Lenker, ich angsterfüllt hinten dran, suchend nach Tempeln Ausschau hielten, auf die wir potenziell klettern könnten, dachte ich für einen Moment echt, ich sei im falschen Film. Ich muss mir unglaublich oft wieder ins Gedächtnis rufen, dass ich gerade wirklich mit 18 Jahren erst im Iran und dann in Myanmar selbstständig reise, beziehungsweise gereist bin, und jeden Tag tun und lassen kann, was ich möchte. Wenn ich lieber die Fähre nehmen will, dann kann ich die Fähre nehmen. Wenn ich lieber dort essen will, dann kann ich dort essen. Wenn ich nach Bangkok will, dann kann ich nach Bangkok fliegen.
Ich bin frei. 
Selbst nach einem Monat habe ich trotzdem immernoch ab und zu das Gefühl, dass ich es nicht fassen kann, was ich hier mache. Dieses Frei-Sein und im Moment leben muss erstaunlicherweise auch erst gelernt sein. Zuhause hat man nie die Zeit oder Nerven über Freiheit so richtig nachzudenken, oder überhaupt die Möglichkeit, einmal frei zu sein. Man ist in seinem Alltags-Stress und hat genug anderes Zeug um die Ohren. Plötzlich hat man Kinder, Versicherungen und eine Wohnung. Dann mal eben für 9 Monate seine Sachen zu packen, stellt sich als eine größere Herausforderung dar. Wenn man dann aber wie jetzt mal wirklich Zeit zum nachdenken hat, schwierige Gedanken nicht verdrängt und mit jemandem darüber redet, kommen Gedankenstränge zu stande, die ich schwer in Worte fassen kann. Ich denke anders. Vielleicht denke Ich auch einfach frei.
So komisch es klingt, aber ich brauchte meine Zeit, um das Frei-Sein so richtig genießen zu können, aber jetzt ist es rischtisch geil! 


Zurück zu Bagan. Wir fanden rechtzeitig zum Sonnenaufgang einen Tempel. Es waren für unseren Geschmack ein bisschen viele Touristen da, die die Atmosphäre mit ihren riesen Kameras killten, aber für uns sind schon 10 von ihnen "zuviel". Nach Iran und den Süden Myanmars sind wir ein wenig verwöhnt. Normalerweise sind wir eine der einzigen Touristen weit und breit. 
Unser kleiner Scooter fuhr uns den ganzen Tag heil von Tempel zu Tempel und wir genossen vor allem die Anlagen, die wir alleine besichtigten konnten. 

Nach zwei Tagen in Bagan fuhren wir dann ganz luxuriös mit der Fähre auf dem Ayeyarwady nach Mandalay, der zweitgrößten Stadt Myanmars. Nach so vielen Busfahrten hatten wir einfach keinen Bock mehr und gönnten uns diese Möglichkeit. Wir haben unsere Zeit an Deck so sogar perfekt genutzt! Man konnte Wäsche waschen (mal wieder dringend nötig, hoho), sich sonnen, bekam lecker Essen und konnte neue Bekanntschaften machen, wie so oft beim reisen. Und all das inklusive Sonnenauf-und Untergang natürlich. Scheee wars!

In Mandalay verbrachten wir dann nur einen Tag, bevor wir mit dem Zug weiter nach Hsipaw fuhren. 
Wenn ihr jemals in Myanmar landen solltet, Zeit und Durchhaltevermögen habt, macht diese Zugfahrt! 13 Stunden fährt man in einer gefühlten 200 Jahre alten, nennen wir es, Lockomotive, durch Dörfer, Wälder und Täler, während man entspannt immer mal wieder einnickt, aufwacht, Fried Noodles aus Plastiktüten isst, wieder einschläft, die Landschaft genießt, eine Papaya vernascht und 
auch mal die sehr abenteuerliche Toilette ausprobiert. Uuund man kann die Fenster ganz auf machen. 
Die Türen auch. Ohgoottt sind wir Deutschen spießig!
In Hsipaw angekommen, fanden wir ein super sauberes, günstiges Guest house für nur 14$ die Nacht (check) mit dem BESTEN Frühstück, dass ich seit einem Monat hatte, und fühlten uns am nächsten Morgen nach 2h Buffet-plündern so gestärkt, dass wir bereit waren für eine 14km lange Wanderung. (Jaaa wir fangen langsam an!) Dass ich jemals daran so viel Spaß haben würde, hätte ich niemals gedacht. Mami du kannst stolz auf mich sein. Für den Anblick des Wasserfalls hat sich der Aufstieg eindeutig gelohnt! Mit das beste an der burmesische Art bleibt außerdem ihr Hunger. Man findet hier immer und überall Essen für umgerechnet 50 Cent. Da schlägt mein herz schneller! So auch bei dieser Tour. Wir aßen inmitten Reisfeldern und Wasserbüffeln bei einer Familie die beste Suppe, die ich hier bis jetzt gegessen habe. So einfach und so lecker! 

Für uns geht es dann morgen, selbstverständlich wieder mit dem Zug, nach Mandalay zurück, um unseren Flug nach Bangkok zu erwischen. Weihnachten und Silvester werden wir dort mit Freunden verbringen, die wir in Yangon kennen gelernt haben. Eine kleine Family-Reunion. 


Erkenntnis der letzten Zeit: NOW IS GOOD!

Rosanna xx 




Bagan















Mount Popa






Fähre nach Mandalay







Zug nach Hsipaw











Unser Fitness-Programm












3-Gänge-Premium-Buffet-Frühstück






Bilder von Amelie und mir!




1 comment:

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