Wednesday, March 18, 2015

KAMBODSCHA - RABBIT ISLAND / SIHANOUKVILLE / KAMPOT


Zu viert ging also die Reise in Kambodscha weiter.

Unser Plan war es von Kampot aus nach Rabbit Island zu fahren, einer ganz kleinen Insel in der Nähe von Kep, die schon fast an Vietnam grenzt.
Doch bevor wir diesen Weg auf uns nahmen, hieß er erst noch, am morgen den lokalen Markt von Kampot zu plündern und uns schön mit Früchten und Gemüse einzudecken. Nach reichlich Inselerfahrungen in Thailand und Laos sind hohe Preise vorausgesetzt und als Backpacker denkt man geldtechnisch einfach ein Stück weiter. Jeder Euro, der gespart wird, verhilft uns dazu, länger reisen zu können. Das ist die Devise! :)
 Für insgesamt 9$ kauften wir, haltet euch fest, : Gurken, Karotten, Avocados, Limetten, Ingwer, eine Wassermelone, eine Ananas, Mangos, Bananen, Papayas, eine Drachenfrucht, Baguette, und süße Stückchen. Ich will hier nie wieder weg...!
So ging es dann auf jeden Fall ziemlich vollgepackt (!!) los nach Rabbit Island und fanden dort einen netten Bungalow mit Hängematten für vier Personen. Die anfängliche Freude über unser einfaches Zuhause verflog jedoch ein wenig, als Yannick seiner Meinung nach von einer Kakerlake attackiert wurde und mir eine in meinen Rucksack lief. Da ist dann echt Schmerzensgrenze. Noch dazu können die Dinger fliegen, das ist abartig!! Naja man muss halt einfach Abstriche machen, wenn man so günstig und einfach reist und irgendwie bleiben einem solche Erlebnisse doch auch für immer im Gedächtnis. Immerhin kann Yannick erzählen, dass er zwei Kamerlaken eigenhändig erlegt hat. Ein Hoch auf seine mutige Tatkraft. 

Rabbit Island stellte sich dann auf jeden Fall noch als echte Perle heraus. Wenig Touristen, wenn, dann hauptsächlich Einheimische, schöner Strand, klares Wasser, gutes Seafood UND mein absolutes Highlight: blau leuchtendes Plankton bei Nacht! Um 11 Uhr werden alle Generatoren abgestellt und es wird vollkommen dunkel. Erst dann kann man dieses unglaubliche Wunder der Natur vor eigenen Augen bestaunen. Jede Bewegung führt zu dem Erleuchten des Wassers. Ich weiß gar nicht genau, wie ich das beschreiben soll. Es war einfach nur magisch. Habe mich ein wenig wie in Avatar gefühlt, nur dass anstatt von Blättern das Wasser erleuchtete. Wir vier waren vollkommen aus dem Häuschen und plantschten wie kleine Kinder im Meer herum. Dieser Abend war definitiv ein Moment, an dem ich mich tief vor Mutter Natur verneigt habe.

Aber auch die Zeit auf Rabbit Island ging vorüber und unser nächstes Ziel hieß Sihanoukville. Nach vielen begeisterten Erzählungen von Reisebekanntschaften waren die Erwartungen hoch und unsere Enttäuschung ein wenig höher. Der Strand vom Otres Beach ähnelte mir zu sehr denen von Thailand - heißt Bar neben Bar. Schaulaufen garantiert! Vor allem nach dem ruhigen kleinen Rabbit Island Strand war das ein kleiner Schock. Was aber auf jeden Fall schön war, war ein Tagesausflug zu drei kleinen Inseln mit Schnorcheln und Entspannen auf einer leeren Trauminsel. Der weiße Sand mit türkisfarbenem Wasser ist und bleibt einfach ein schöner Anblick.

Ganz der Route hätte unser nächstes Ziel eigentlich Koh Rong heißen müssen, jedoch schreckten uns die Hostelpreise so ab und unsere Zeit wurde sehr knapp, sodass wir uns gegen Touri Koh Rong und nochmal für das schöne Kampot entschieden, wo wir eigentlich erst her kamen. Dort wird es auch heißen Abschied nehmen, denn Yannick und Julia werden noch Angkor in Siem Reap erkunden, während Amelie und ich weiter nach Phnom Penh fahren, um unseren Flug nach Jakarta zu erwischen.

Der perfekte letzte Abend zu viert in Kampot begann mit 4 Smoothie an unserem Lieglingsstraßenstand, endete im Privatkino mit hausgemachten Nudeln und Dumplings aufm Schoß und der Vorstellung von Mockingjay, an dessen Premiere wir uns glaube ich in Myanmar herumtrieben.

Schön wars mit euch, Yannick und Julia!! Verirrt euch nicht in großen Bangkok.

Wieder zu zweit verbrachten Amelie und ich unseren vorletzten Tag in Kambodscha mit dem Besuch des Zoos. Mit den Aussagen "ohhhh ich war voll lange nicht mehr in einem Zoo" machten wir uns ohne groß Gedanken zu machen auf und es war letztenendes ein echtes Erlebnis. 
Ich war noch nie zuvor in einem so großen, eingenartigen, leeren und verwahrlosten Zoo. 
Auf unserem Weg trafen wir insgesamt..Hmm...knapp 20 Einheimische auf Motorrädern, einen vermutlichen Tierpfleger und 5 kleinen Kindern, die uns hinterherliefen. Also eigentlich niemanden, was diesen Besuch irgendwie auch leicht gruselig machte. Alte, kaputte Spielplätze, sowie ein verrostetet Riesenrad trugen nicht unbedingt positiv dazu bei haha
Alle Käfige sind außerdem über eine riesen Fläche verteilt, was überhaupt keinen Sinn macht, weil zwischen ihnen total Platz verschwendet wird. Wenn Platz keine Frage ist, warum machen sie die Käfige nicht einfach größer? Der Anblick eines Tiges, der einen Bereich von vielleicht 5x5 Meter hatte, machte mich da traurig und wütend zugleich. Das Verständnis zwischen Mensch und Tier ist in Asien halt einfach ein wenig anders.

Dann wurde ich von einem Affen attackiert, dem ich nur in Frieden eine Banane geben wollte und war daraufhin wieder hellwach. Er packte schlagartig mit seinen beiden Armen meine Hand während er kreischte und ich aus lauter Schock mit einstimmte. Herrje was ne Panik. Mein Misstrauen gegenüber diesen Wesen steigt! 

Unser Zoo Highlight befand sich in der letzten Ecke des Areals und entpuppte sich als ein gigantischer, wunderschöner Löwe mit Weibchen und BABY im Käfig nebenan. Ohgoottt waren die süß. Noch nie zuvor war ich solchen Tieren so nah. Anstatt Graben mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen wie in Frankfurt, trennt einen hier nur ein Gitter zwischen Mensch und Tier. Mindestens eine viertel Stunde lang saßen wir alleine vor diesen eleganten Wesen. Unglaublich beeindruckend.
Außer den Löwen und Tigern sahen wir außerdem viele viele unterschiedliche Affenarten, Bären, einen Hund im Käfig (keine Ahnung was das sollte), Vögel und Elefanten. Echt keine schlechte Auswahl wohlbemerkt. 

Von Kampot ging es dann wieder nach Phnom Penh, dann nach Kuala Lumpur und schließlich Jakarta.

Ich bin gespannt auf ein neues Land!

Auf ganz bald,

Rosanna xx








Rabbit Island











Bilder oben von Julia 

Bootstour in Sihanoukville

















Bilder von Amelie, Julia und mir.








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