Saturday, May 2, 2015

JORDANIEN - DAS TOTE MEER


Ich widme diesen Blogeintrag allen Budgetreisenden, die, wie wir, auf die Idee kommen sollten, mit wenig Geld durch Jordanien reisen zu wollen.

Zuallererst: Ja, Jordanien ist teuRER, was aber nicht zwangsläufig heißen muss, dass man als Backpacker dort nicht unterwegs sein kann! Wenn man auf sein Geld schaut, zum Beispiel Zeit darin investiert, die günstigsten Busse zu finden, auf dem Markt Früchte und Gemüse einkauft und im Dorm anstatt Doppelzimmer schläft, ist das Reisen auch mit ungefähr 25€ am Tag möglich! Man muss einfach Zeit und Geduld investieren, mit dem Localbus zwei Stunden fahren, anstatt mit dem Taxi eine halbe Stunde, nicht die teuren Pistazien einkaufen, sondern die Rosinen Kichererbsen Mischung, die mindestens genauso gut schmeckt, aber weniger als ein Viertel kostet und seine Ansprüche runterschrauben. Man reist cleverer und hin und wieder muss man auch mal kleine Abstriche machen, aber das Reisen wird für uns dadurch aufregender und vor allem kulturnäher. Anstatt fern von den Einheimischen im Taxi zu sitzen, sind wir immer mittendrin und kommen mit den Menschen in Kontakt. (Haben im Nachhinein sogar festgestellt, dass man auch super couchsurfen kann) Wir müssen ständig fragen, ob der Bus, in dem wir jetzt fahren, der Richtige ist, wie viel die Falafel kosten und wo genau wir nochmal aussteigen müssen. Jeder hilft uns übrigens sehr gerne! :) 
Für uns heißt das günstige Unterwegs sein also erstmal den Markt zu finden und sich mit lokalen Köstlichkeiten einzudecken, heißt: Gurken, Tomaten, Oliven, Karotten und Zwiebeln für Salate, Datteln, Äpfel, Bananen, Nüsse, Haferflocken und Rosinen fürs Frühstück und sonst noch Köstlichkeiten, denen man so begegnet. Ohgoottt können arabische Länder gut süße Teigwaren backen!! 
Durch unsere eigenen Picknickaktionen wissen wir zum ersten mal nach 5 Monaten wieder, was genau eigentlich in unserem Essen ist. Irgendwie sehr sehr beruhigend, vor allem nach Südostasien.

Das einzige, was schwieriger wird, sind Eintrittspreise zu kalkulieren und günstige, gute Tourangebote zu finden. Wo lohnt sich die Investition von 3€ für einen Eintritt? Gibt es auch Sehenswürdigkeiten, die allgemein oder für Studenten frei sind. Im Hostel oder Touristen Office nachfragen, lohnt sich dabei immer. Als wir einmal lieb fragten, durften wir uns das Odeon in Amman auch kostenfrei ansehen. Immer schön mutig nachfragen!
Bei Touren lohnen sich ein paar Euro mehr oft. Auch wenn wir immer wieder den Fehler machten, das günstigste zu buchen, waren wir im Nachhinein schlauer. Wir haben das Gefühl, 80% der Zeit mit ungewissem Warten zu verbringen. Die versprochenen "english speaking guides" waren meistens leider auch nur Attrappen, die mit Fragen wie: "was passiertes als nächstes" gänzlich überfordert waren. 


Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Das Tote Meer.
Mindestens fünf Internetseiten, zwei Bekanntschaften auf der Straße und einige Internetseiten versicherten uns, dass man mit dem öffentlichen Bus es nicht ans Tote Meer schaffen würde, und auf jeden Fall eine Tour buchen sollte, falls man nicht im totalen Chaos enden will. Gott sei dank war unser Hotelmanager da anderer Meinung und schrieb uns eine Busverbindung auf, die klappen sollte. Dabei betonte er das Wort "sollte" ganz besonders. Wir sollen auch früh wieder nach Amman zurück aufbrechen, sonst fahren keine Busse mehr. 
Für uns war das alles gar kein Problem und wir brachen nach gutem Frühstück auf unserem Balkon in Richtung Totes Meer auf. 


Hin kamen wir problemlos. Nach einer Stunde im Bus und einer Fahrt im shared Taxi standen wir vorm "Amman Beach". Dann musste kalkuliert werden. Eintritt für diesen Strandteil: 25€ mit Dusche, Pool (wer brauch einen Pool, wenn er das Tote Meer vor der Nase hat?) und Pi Pa Po. Andere Möglichkeit: Leitungswasser zum abwaschen organisieren und einfach hundert Meter weiter laufen, um am wilden Strand zu baden. Für 0€...

Ja, wir entschieden uns natürlich für die zweite Variante.

Das Badeerlebnis war das selbe (sooo das lustigte Auftriebsgefühl!!!) Dafür hatten wir den Strand aber obendrein für uns alleine und ein netter Herr schenkte uns sogar Wasser zum abduschen. Ein Hoch auf ihn! 

Zurück fuhren wir mit drei jordanischen Mädels, die uns aufpickten. Auf der einstündigen Fahrt luden sie uns dann sogar noch zum Mittagessen in Amman ein und wir tischten so richtig auf. Jordanisches Essen kann auch echt gut mithalten. Es gab Shawarma, Hummus, Taboule, Chicken BBQ und Mansaff ein traditionelles jordanisches Gericht mit Reis, Yogurth und Hammel. Yummy yummy...


Hätten wir die normale Standarttour gewählt, hätten wir weder den Naturstrand entdeckt, noch so nette Menschen kennengelernt, geschweige denn Geld gespart. Es ist zwar immer ein ungewisses Abenteuer, alles auf sich zukommen zu lassen und wenn ich älter wäre, würde ich es sicherlich auch auf die entspanntere Art machen, aber wir sind nun mal nur einmal jung und am Ende des Tages ist der Stress alles wert! Man lernt über sich und sehr viel über das Land, in dem man gerade reist. 



Mit viel Liebe,
Rosanna xx








Jaaaa das Standartfoto musste sein!!








Bilder von Amelie und unserem Taxifahrer ;)






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